Ihr Bürgermeister für Himmelstadt
Nachgefragt bei Bürgermeister Herbert Hemmelmann
Die Herstellung der Baureife des Baugebiets Mausberg IV steht bei den Zielen für die nächsten Jahre ganz oben. Warum?

„Wir benötigen attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in Himmelstadt, damit sich die Gemeinde weiter entwickeln kann. Dafür ist neben der Belebung des Altortes auch die Erschließung eines neuen Baugebietes entscheidend. Gerade auch junge Paare und Familien wollen sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen und suchen dafür Baumöglichkeiten.“
Das Windpark-Projekt wird in Himmelstadt teils kontrovers diskutiert. Welche Vorteile sehen Sie für die Gemeinde?

„Die Energiewende ist eines der wichtigsten aktuellen Projekte, vor allem für die künftigen Generationen. Wir müssen diese mitgestalten und damit dafür sorgen, dass wir als Gemeinde, aber auch als Himmelstadter Bürger, direkt davon profitieren können.“
Eine Unterstützung für eine Petition für eine Ampelanlage zur sicheren Querung der B 27 wurde mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt. Trotzdem hat die Petition über 1.150 Unterstützer gewinnen können. Bekommen wir eine Ampelanlage vor 2028?

„Alle Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und alle Gemeinderäte der Gruppe CSU/FBL waren und sind für diese Petition, um Druck auf die Entscheider zu erzeugen. Jetzt steht die Übergabe der Unterschriften an MdL Thorsten Schwab und an das Straßenbauamt an. Ich werde mich weiter vehement für diese dringend notwendige Ampel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einsetzen und bin optimistisch, dass wir die Ampel auch früher bekommen können.“
Die Angebote Betreutes Wohnen und eine Tagespflege für unsere Seniorinnen und Senioren wollen Sie für Himmelstadt. Ist das realisierbar?

„Zusammen mit Kandidaten der Gruppierung CSU/FBL für den Gemeinderat und interessierten Himmelstadtern konnten wir uns ein Tagespflegeprojekt in Esselbach anschauen und uns auch bei einem Vortrag zu dem Thema informieren. Wir konnten erfahren, wie wichtig solche Betreuungsmöglichkeiten für ältere und unterstützungsbedürftige Menschen sind und konnten schon Ideen entwickeln, wie sich solche Projekte in Himmelstadt umsetzen lassen.“
Die Integration von Geflüchteten ist eines der wichtigsten aktuellen Themen. Warum wollen Sie die für Himmelstadt geplante Gemeinschaftsunterkunft verhindern?

„Vor allem die Größe und der Ort an dem eine Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Himmelstadt entstehen soll trägt sicher nicht zu einer Integration Geflüchteter bei. Mit bis zu 100 Plätzen ist die GU für unser kleines Dorf überdimensioniert und würde uns überfordern bei allen Versuchen, eine Integration zu unterstützen. Ein Gewerbegebiet, direkt an der B 27, fernab von allen gemeindlichen Einrichtungen ist nicht nur nicht der richtige Ort für eine GU, sondern nimmt auch Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbe im Ort weg.“
Das Vorantreiben der Klosterhof-Sanierung ist wohl das schwierigste und aufwendigste Projekt auf Ihrer Agenda?

„Aufwendig und voraussichtlich finanziell nicht leicht zu stemmen, ja. Aber man wächst ja auch als Bürgermeister an seinen Aufgaben. Das kann ein Filetstück für Himmelstadt werden, wenn wir eine attraktive Nutzung finden. Dann sollte es mit einem Investor auch möglich sein, das Projekt finanziell zu stemmen.“
Leider müssen sich mittlerweile sogar Kommunen wie Himmelstadt mit einem Katastrophenschutzkonzept befassen. Was gibt es dabei zu beachten?

„Im Arbeitskreis müssen die spezifischen Gegebenheiten und Risiken im Rahmen einer Analyse erfasst, die vorhandenen kritische Infrastrukturen und deren Schutzbedürfnisse identifiziert und die Anfälligkeit für verschiedene Gefährdungsszenarien bewertet werden. Daraus muss ein praxistaugliches Handlungskonzept entstehen, um im nötigen Fall alle Beteiligten informieren und koordinieren zu können. Die Entwicklung und Überprüfung eines solchen Katastrophenschutzkonzepts ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit allen Beteiligten aus der Verwaltung, den Einsatzkräften sowie den Betreibern infrastrukturell wichtiger Einrichtungen gemeinsam erfolgt.“
An der B 27 soll eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage realisiert werden. Warum ist das ein wichtiges Ziel?

„Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 sollen bei Freiflächenanlagen vorrangig sogenannte vorbelastete Flächen verwendet werden. Wir haben in Himmelstadt solche Flächen und vor allem durch die technische Entwicklung der Module werden mittlerweile weniger als 1 Hektar für 1 Megawatt installierter Leistung benötigt. Wir haben also die Möglichkeit und sollten damit auch unseren Beitrag zur Energiewende leisten.“
Der Glasfaserausbau läuft seit 2025 in Himmelstadt. Warum drängen Sie auf die Fertigstellung?

„Die Unternehmen in Himmelstadt, aber auch die Haushalte brauchen immer größere Bandbreiten zur Internetnutzung. Ob es für das Homeoffice oder für das Homeschooling ist, stabile Verbindungen und ausreichend große Bandbreiten sind dabei das A und O und aktuell nur mit Glasfaser zu bekommen. Leider ist der Ausbau des Glasfasernetzes, wie in vielen anderen Kommunen auch, auch bei uns mit immensen Schwierigkeiten durch die ausführenden Firmen verbunden. Darum werden wir als Gemeinde und ich als Bürgermeister dafür sorgen, dass der Ausbau möglichst schnell und fachgerecht noch in 2026 fertig gestellt und alle schon entstanden Mängel behoben werden.“
Im Vergleich zu Ihrem Mitbewerber um das Bürgermeisteramt haben Sie 30 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik und sind auch dadurch eng vernetzt mit Vertretern der Landes- und Bundespolitik. Welche Vorteile hat das für Himmelstadt?

„Die Herausforderungen in der Kommunalpolitik sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch in einem Dorf wie Himmelstadt ist das Bürgermeisteramt annähernd ein Vollzeit-Job. Durch die langjährige Erfahrung kann ich vieles gut einschätzen und beurteilen. Durch die gute Vernetzung, vor allem in die CSU-geführte Landesregierung, kann ich einiges „auf dem kleinen Dienstweg“ klären, was anderen nicht möglich ist.“
Lernen Sie auch unsere Kandidatinnen und Kandidaten
für den Gemeinderat kennen:
Aktuelles
- CSU/FBL übergibt Petition für Ampel an Thorsten SchwabIm Rahmen eines Ortstermins haben Vertreter der CSU/FBL Himmelstadt die Petition „Ampelanlage jetzt!“ offiziell an den Stimmkreisabgeordneten Thorsten Schwab übergeben. Mit insgesamt 1.179 Unterschriften – davon 931 online und 248 in klassischer Papierform – wurde das selbst gesteckte Ziel von 1.000 Unterstützern deutlich übertroffen. Während das Staatliche Bauamt Würzburg die Realisierung derzeit erst für 2028… CSU/FBL übergibt Petition für Ampel an Thorsten Schwab weiterlesen
- Kandidatenvorstellung mit WeinverkostungEin Secco, vier Weine, fünf Winzer, die Themen Tagespflege und Ampelpetition und die 12 Kandidaten für die Kommunalwahl standen im Mittelpunkt der Kandidatenvorstellung der gemeinsamen Liste von CSU und Freie Bürger (FBL) im Pfarrzentrum Selige Immina. Die Kandidaten wollten nicht nur sich selbst vorstellen. Sie nutzten die Gelegenheit auch, um für regionale Produkte und Erzeuger… Kandidatenvorstellung mit Weinverkostung weiterlesen
- Tagespflege für Himmelstadt: Vertreter von CSU und FBL besichtigen Esselbacher ErfolgsmodellDie Möglichkeit, eine Tagespflege für Senioren in Himmelstadt einzurichten beschäftigt die Vertreter der CSU und der Freie Bürger Liste Himmelstadt. In Esselbach informierten sie sich zusammen mit Mitgliedern des Helferkreises, der Kirchenverwaltung und der Seniorenbeauftragten aus Himmelstadt über die dort am 1. Oktober neu eröffnete Tagespflege „An der Weed“. Träger der Einrichtung mit 20 Plätzen… Tagespflege für Himmelstadt: Vertreter von CSU und FBL besichtigen Esselbacher Erfolgsmodell weiterlesen




