Kategorie: Kommunalwahl 2026

  • Politische Taktikspiele statt Anerkennung des Wählerwillens und ehrenamtlichen Engagements

    Politische Taktikspiele statt Anerkennung des Wählerwillens und ehrenamtlichen Engagements

    Was sich in der konstituierenden Gemeinderatssitzung in Himmelstadt abspielte, sorgt bei vielen Bürgern für Unverständnis. Bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister mussten der ausdrückliche Wählerwille sowie langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde hinter parteipolitischem Kalkül zurückstehen.

    Mit Ingrid Haimann nominierte die CSU-FBL eine Kandidatin, die seit vielen Jahren für Verlässlichkeit, Einsatzbereitschaft und gelebtes Ehrenamt steht. Dies wurde durch die Wählerinnen und Wähler bei der Gemeinderatswahl deutlich gewürdigt.

    Seit 13 Jahren ist sie Mitglied des Gemeinderats und hatte über zwei Wahlperioden auch den Vorsitz des kommunalen Rechnungsprüfungsausschusses inne. Außerdem war sie sechs Jahre Vorsitzende des Arbeitskreises zur 1200-Jahrfeier. Darüber hinaus ist sie tief im örtlichen Leben verwurzelt und unter anderem seit 12 Jahren als Kassierin des St. Johanniszweigvereins, dem Trägerverein des Kindergartens, und als Organisatorin des Pfarrzentrumsbetriebs aktiv. Auch in persönlich äußerst schweren Zeiten blieb sie ihren gemeindlichen Verpflichtungen und ihrem ehrenamtlichen Engagement stets mit großer Verlässlichkeit treu.

    Doch diese Bilanz schien bei der Entscheidung im Gemeinderat keine Rolle zu spielen. Andreas Scheb (SPD) wurde zum zweiten Bürgermeister gewählt, gefolgt von Michael Radke (Neue Liste) als drittem Bürgermeister. In einem taktisch geprägt wirkenden Abstimmungsverhalten wurden die Posten hier untereinander verteilt und der klare Wählerwille übergangen.

    Denn dass beide Gruppierungen in den Wahlgängen geschlossen gegen Ingrid Haimann stimmten, ist umso schwerer nachvollziehbar mit Blick auf das Ergebnis der Gemeinderatswahl: Mit 951 Stimmen erhielt Ingrid Haimann hier mit Abstand das beste Ergebnis aller Kandidatinnen und Kandidaten und somit ein eindeutiges Votum der Wählerinnen und Wähler. Michael Radke hingegen, der nun das Amt des dritten Bürgermeisters bekleidet, lag mit 494 Stimmen an lediglich sechster Stelle der gewählten Gemeinderatsmitglieder und folglich weit hinter Ingrid Haimann.

    Für die CSU-FBL-Fraktion wirft dieses Vorgehen grundlegende Fragen auf: Welche Bedeutung haben künftig noch der Wählerwille und der direkte Rückhalt aus der Bevölkerung? Welche Rolle spielen persönliches Engagement und die Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen? Und inwieweit werden zukünftige Entscheidungen im Gemeinderat statt vom Wohl der Bürgerinnen und Bürger eher von parteipolitischen Absprachen geprägt sein?

    Insgesamt ist dies ein enttäuschender Auftakt für die neue Legislaturperiode.

  • CSU/FBL übergibt Petition für Ampel an Thorsten Schwab

    CSU/FBL übergibt Petition für Ampel an Thorsten Schwab

    Im Rahmen eines Ortstermins haben Vertreter der CSU/FBL Himmelstadt die Petition „Ampelanlage jetzt!“ offiziell an den Stimmkreisabgeordneten Thorsten Schwab übergeben. Mit insgesamt 1.179 Unterschriften – davon 931 online und 248 in klassischer Papierform – wurde das selbst gesteckte Ziel von 1.000 Unterstützern deutlich übertroffen.

    Während das Staatliche Bauamt Würzburg die Realisierung derzeit erst für 2028 plant, setzen sich Bürgermeister Herbert Hemmelmann und die Kandidaten der CSU/FBL für eine deutlich frühere Umsetzung ein. Angesichts der hohen Verkehrsbelastung, der neuen Norma-Filiale und der notwendigen Querung durch den geplanten Radweg ist eine sichere Anbindung der Bundesstraße unverzichtbar.

    Thorsten Schwab sicherte zu, das Anliegen im Landtagsausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr zu behandeln. Da der Bedarf für die Anlage außer Frage stehe, soll nun gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt eine Lösung forciert werden, die Himmelstadt die dringend benötigte Entlastung und Sicherheit schneller als bisher geplant bringt.

  • Kandidatenvorstellung mit Weinverkostung

    Kandidatenvorstellung mit Weinverkostung

    Ein Secco, vier Weine, fünf Winzer, die Themen Tagespflege und Ampelpetition und die 12 Kandidaten für die Kommunalwahl standen im Mittelpunkt der Kandidatenvorstellung der gemeinsamen Liste von CSU und Freie Bürger (FBL) im Pfarrzentrum Selige Immina.

    Die Kandidaten wollten nicht nur sich selbst vorstellen. Sie nutzten die Gelegenheit auch, um für regionale Produkte und Erzeuger zu werben. So stellte die Moderatorin des Abends, 2. Bürgermeisterin Marie-Luise Schäfer, einen Secco vom Weinhaus Klemens Körber aus Erlabrunn vor. Jeweils drei Kandidaten stellten einen Wein und einen Winzer und sich selbst den Interessierten aus Himmelstadt vor. So fanden zudem ein Silvaner vom Weinbau Gehrsitz, ein Riesling vom Weinbau Konrad aus Laudenbach, ein Weißburgunder vom Weinhaus Pröstler aus Himmelstadt und eine Scheurebe der Divino Nordheim/Thüngersheim eG, vertreten durch die Weinscheune Hemmelmann in Himmelstadt, den Weg in die Gläser der kommunalpolitisch interessierten Himmelstadter. Alle zwölf Kandidaten informierten über ihren beruflichen Werdegang, ihre Hobbies und Interessen und ihre Motivation, für den Gemeinderat zu kandidieren. So konnten die Besucher die Kandidaten kennenlernen und später am Abend diese Eindrücke in persönlichen Gesprächen vertiefen. Bürgermeister Herbert Hemmelmann hielt Rückschau auf seine bisherige Amtszeit und informierte über Projekte, die er in den nächsten sechs Jahren, wieder als Bürgermeister, umsetzen möchte.

    Die Petition „Für mehr Verkehrssicherheit an der B 27 – Abzweig Himmelstadt: Ampelanlage jetzt!“, die von allen aktiven Gemeinderäten und Kandidaten der Liste CSU /FBL unterstützt wird, haben schon über 1.100 Unterstützer u nterschrieben. Bei der Kandidatenvorstellung war die letzte Gelegenheit dazu. Jetzt werden die Unterschriften an das Straßenbauamt und an Thorsten Schwab, MdL, der im Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr des Landtages u.a. für den Straßenbau zuständig ist, übergeben, um der Forderung nach einer Ampel Nachdruck zu verleihen.

    Mit dem Thema Tagespflege haben sich die Kandidaten schon bei einem Besuch der im Oktober 2025 in Esselbach neu eröffneten Tagespflege beschäftigt. Im Rahmen der Kandidatenvorstellung gab Carola Gehrling, Leiterin der Tagespflege Heilig Kreuz am Kreuzkloster in Gemünden, einen Einblick, was Tagespflege ist und wie sie funktioniert. Die lebhafte Diskussion nach dem Vortrag zeigte, dass das Thema in Himmelstadt aktuell ist.

  • Tagespflege für Himmelstadt: Vertreter von CSU und FBL besichtigen Esselbacher Erfolgsmodell

    Tagespflege für Himmelstadt: Vertreter von CSU und FBL besichtigen Esselbacher Erfolgsmodell

    Die Möglichkeit, eine Tagespflege für Senioren in Himmelstadt einzurichten beschäftigt die Vertreter der CSU und der Freie Bürger Liste Himmelstadt. In Esselbach informierten sie sich zusammen mit Mitgliedern des Helferkreises, der Kirchenverwaltung und der Seniorenbeauftragten aus Himmelstadt über die dort am 1. Oktober neu eröffnete Tagespflege „An der Weed“.

    Träger der Einrichtung mit 20 Plätzen ist die Sozialstation St. Elisabeth aus Marktheidenfeld. Die Vorsitzende Barbara Otter führte die Gruppe aus Himmelstadt durch die Räume und konnte nicht verhehlen, dass sie stolz ist auf die gelungene Einrichtung und Ausstattung der Räume und den nahezu perfekten Start mit einem guten Team aus haupt- und ehrenamtlichen Fach- und Betreuungskräften und einer Belegung von fast 100 Prozent schon am ersten Tag.

    Der 1. Bürgermeister von Esselbach, Richard Roos, erläuterte die Konstellation, die einen wesentlichen Teil zum Erfolg der Tagespflege beiträgt: Die Lage mitten im Ort, neben Rathaus, Kirche und Schule und dem Freizeitgelände „An der Weed“ direkt am Gebäude ermöglichte die Gemeinde durch den Kauf des entsprechenden Grundstückes und den Abriss des darauf stehenden Gebäudes. Der Bau des neuen Gebäudes wurde durch die Raiffeisenbank Main-Spessart ermöglicht. Die Sozialstation ist jetzt Pächterin und Betreiberin der Tagespflege

    Dass eine Tagespflege auch für Himmelstadt ein Gewinn wäre, wurde der Besuchergruppe schnell klar. Die Nutzer einer Tagespflege werden Gäste genannt. Sie kommen, teilweise mit einem Fahrdienst, ein bis mehrere Tage in der Woche von morgens bis abends in die Einrichtung. Dort werden sie betreut und versorgt. Damit wird der oft trostlose und beschwerliche Alltag zuhause durchbrochen. Die Gäste erhalten Ansprache und Aktivierung. Ziele sind auch, damit einen stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim möglichst lange hinauszuzögern, den Gästen die Lebensqualität zu erhalten und Perspektiven zu bieten. Gleichzeitig werden betreuende Angehörige entlastet, damit auch diese möglichst lange in der Lage bleiben, für ihre Liebsten da zu sein.

    Die Himmelstadter stellten viele Detailfragen. So wurde deutlich, dass schon konkrete Ideen in den Köpfen sind, wie und wo in Himmelstadt ein solches Angebot entstehen könnte. Barbara Otter und Richard Roos gaben tiefe Einblicke, auch in die mehrjährige Geschichte, die zur Einrichtung der Tagespflege führte. Himmelstadts Bürgermeister Herbert Hemmelmann bedankte sich ganz herzlich bei Ihnen und übergab einen flüssigen Gruß aus den Himmelstadter Weinbergen.

    Tagespflege ist eine Leistung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XI.

    Für die Nutzung der Tagespflege stellen die Pflegekassen jeder Person mit Pflegegrad ein Extra-Budget zur Verfügung. Damit sind keine Abzüge vom Pflegegeld verbunden. Das Budget für die Tagespflege verfällt ersatzlos, wenn diese nicht in Anspruch genommen wird.

  • CSU und Freie Bürger Liste stellen gemeinsame Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 auf

    CSU und Freie Bürger Liste stellen gemeinsame Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 auf

    Vor der öffentlichen Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl 2026 kamen die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Himmelstadt und die Freie Bürger Liste (FBL) zu getrennten Sitzungen zusammen. Beide Gruppierungen beschlossen jeweils einstimmig einen gemeinsamen Wahlvorschlag für einen Bürgermeisterkandidaten und für die Gemeinderatsliste einzureichen.

    Der CSU-Ortsvorsitzende Herbert Hemmelmann konnte 46 Teilnehmer zur Aufstellungsversammlung im Pfarrzentrum Selige Immina begrüßen, die von Gemeinderat Marcus Hilpert geleitet wurde. Sie teilten sich in Kandidaten, CSU-Mitglieder, Unterstützer und Gäste auf. 30 Bürgerinnen und Bürger nahmen dann an den beiden geheimen Abstimmungen für den Bürgermeisterkandidaten und für die Gemeinderatsliste teil, nachdem sich die Kandidaten kurz vorgestellt hatten. Nach seiner einstimmigen Nominierung zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der CSU und der FBL bedankte sich Herbert Hemmelmann sehr herzlich für das große Vertrauen und betonte, dass er seine Arbeit als Bürgermeister für die Gemeinde nach der Kommunalwahl sehr gerne fortsetzen wolle. Seine Kandidatur auch für den Gemeinderat begründete er mit einem möglichen weiteren Bürgermeisterkandidaten. Die interessierte Himmelstadter Bevölkerung lud er auf den 16. Januar 2026 ins Pfarrzentrum ein. Dann wollen sich die Kandidaten ausführlich im Rahmen einer Weinprobe mit einem kommunalpolitischen Impulsvortrag vorstellen.

    Die Kandidatinnen und Kandidaten der CSU/FBL für den Gemeinderat in Himmelstadt mit Listenplätzen: 1. Herbert Hemmelmann (CSU), 2. Ingrid Haimann (CSU), 3. Jürgen Döll (CSU), 4. Marco Ruck (FBL), 5. Vanessa Strüver (CSU), 6. Jérôme Sourell (FBL), 7. Marcel Sommer (CSU), 8. Matthias Scheiner (FBL), 9. Maximilian Eichblatt (CSU), 10. Daniel Schwarz (FBL), 11. Heike Wunderlich (FBL), 12. Lothar Scheller (CSU)